The Backup Demon - der Gute Geist für Ihre Datensicherung
Dieses Dokument soll das Paket 'Backup Demon/2' beschreiben. Es soll erläutern, was das Programm kann und wie es arbeitet. Das Dokument soll nicht das Benutzer-Handbuch ersetzen, dieses liegt ebenfalls in HTML-Form vor und wird bei der Programm-Installation automatisch mit installiert.

Übersicht:

Kap. 1 Die 97.te Backup-Lösung?
Kap. 2 Features: Was leistet der Backup Demon/2?
Kap. 3 Installation; Voraussetzungen
Kap. 4 Betrieb und Anwendung
Kap. 5 Verwaltung der Sicherungs-Daten
Kap. 6 Protokollierung; Logfile-Management


Programm-Ansichten (Mini; draufklicken zum Vergrößern):


Das Programm

Definition eines Backup-Servers

Der Dialog zum Ausdrucken des Sicherungsprotokolls

So definieren Sie ein Profil

Abfrage von gespeicherten Sicherungsdaten

Die 97.te Backup-Lösung?

(Ein Vorwort des Authors:)
Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht: Der Widerspruch zwischen 'Das richtige Wissen' und dennoch 'das falsche Tun' ist nirgends so ausgeprägt wie beim Thema Datensicherung. Dabei gibt es schon so viele raffinierte und auch komfortable Programme zur Datensicherung.

Aber es ist einfach lästig! Regelmäßig ein Programm anstossen, ein Sicherungs-Medium irgendwo einlegen und dann warten, bis der Sicherungslauf beendet ist. Und damit ist die Mühsal noch lange nicht zu Ende: Wo verwahre ich das Band (die Cartridge, die CD, etc ..), ist es geschützt gegen Diebstahl, Feuer und Wasser, gegen meine Frau, meinen Hund und mich selbst...

Welche Lösungen gibt es? Ich kenne jemanden, der jedesmal, wenn er nach getaner Arbeit am PC mal ins Kino gehen will, oder irgendwo anders hin, seine wichtigsten Daten auf zwei, drei Disketten speichert, in die Jackentasche steckt und ins Kino mitnimmt. Oder ins Restaurant. Oder ins Freibad ....

Ein anderer meiner Bekannten hat eine andere Lösung, er hat sich einen Tresor gekauft. Na ja, damit sind seine wertvollen Daten zwar gegen den Hund geschützt, aber ein Einbrecher würde wohl erst so richtig neugierig werden.

Scheint alles nicht so optimal zu sein. Was man braucht, ist wirklich ein Guter Geist, der einem nicht nur die lästige Sicherungsarbeit abnimmt, sondern auch noch die gesicherten Daten in seine Obhut nimmt, so dass sie wirksam vor dem Untergang bewahrt sind.

Aber - gottlob: diesen Guten Geist gibt es, jedenfalls für OS/2-Anwender: The Backup Demon/2.

Zur Übersicht


Was leistet der Backup Demon/2?

Der Backup Demon/2 wird täglich einmal gestartet, z.B. automatisch im Startup-Ordner. Er nimmt unbemerkt seine Arbeit auf, wie folgt:

Der Backup-Server im Internet kann irgendein Server sein, z.B. gehostet von einem der namhaften Webspace-Provider wie Strato, Puretec oder Host-Europe. Die Sicherheit der dort abgelegten Dateien sollte dem heute Machbaren entsprechen (ja, auch Strato hat inzwischen dazugelernt ...).

Der Backup-Server kann aber auch eine lokale Festplatte oder ein CD-Brenner (sofern Sie das RSJ-Dateisystem installiert haben) in Ihrem System sein. Damit verzichten Sie zwar auf einen der Dienste des Backup Demons (nämlich die absolut sichere Verwahrung), aber es bleibt noch Ihr Guter Geist, der die Datensicherungs- Arbeiten selbständig überwacht und durchführt.

Und für Leute, die in einer Gegend wohnen, wo nicht täglich eingebrochen oder ein Feuer gelegt wird, ist die Lösung mit einer lokal gebrannten CD sogar die Lösung der Wahl!

Einsatz-Konzepte und Verwendungsmöglichkeiten:

Der Backup Demon/2 ist nicht primär ein Programm, das den Datenanfall grosser Netzwerke bewältigen soll (dafür ist es zumindest nicht erfunden worden). Vielmehr kann der Backup Demon/2 auf einer Workstation eingesetzt werden, um dort dem Benutzer die Aufgabe des täglichen Sicherns auf die einfachste Weise abzunehmen und dabei ein Höchstmass an Sicherheit zu gewährleisten.

Der Backup Demon/2 sichert typischerweise auf einem remoten Internet-Server. Das gibt höchste Sicherheit, dauert aber relativ lange, selbst bei einer DSL-Verbindung. Deswegen ist der Backup Demon/2 weniger dazu geeignet, eine 20 GB-Partition grundzusichern. Vielmehr sieht das Konzept vor, einmal im Monat (oder wann Sie wollen) mit einem herkömmlichen Datensicherungs-Programm eine solche Grundsicherung (Komplettsicherung) vorzunehmen und das Sicherungsmedium (z.B. Tape) in einem Tresor zu deponieren. Es wird unterstellt, das ein solcher Grundsicherungslauf alle Datei-Attribute 'Archiv' zurücksetzt. Danach kann dann für die tägliche Sicherung (Delta) des Backup Demon/2 eingesetzt werden.

Der Backup Demon/2 kann aber eben auch auf einem lokalen Medium sichern (alles, was einen Laufwerkbuchstaben besitzt). Deswegen sind auch ganz andere Konzepte denkbar, u.a. auch solche, wo der Backup Demon/2 die Komplett-Sicherung übernimmt. Dies soll hier aber nicht weiter ausgeführt werden, jeder möge selbst den optimalen Einsatz vom Backup Demon/2 bei sich konzipieren.

Weitere Eigenschaften des Backup Demon/2:

Konfigurierbare Sicherungsprofile:

Zumeist will man nicht sein gesamtes System datensichern. Je nach persönlicher Vorliebe kann man in Backup Demon/2 folgendes festlegen:

Verschlüsselung:

Beim Sichern auf einem FTP-Server werden Dateien dort (optional) verschlüsselt. Je definiertem Backup-Server kann gewählt werden zwischen:

Zusätzlich werden alle Verzeichnisse auf dem Server mit einer 'index.html'-Datei gesichert, die einen beliebigen Inhalt haben kann (voreingestellt mit der Nachricht 'Access prohibited'). Dadurch wird auch ohne .htaccess verhindert, dass ein Dritter mittels eines Web-Browsers sich Datei-Listen anzeigen lassen kann.

Einstellbare Überwachungs-Intensität:

Die ständige Überwachung des Systems, d.h. die Suche nach Dateien mit dem 'Archive'-Attribut, geht nicht immer ganz ohne spübare Beeinträchtigung der Gesamt-Performance vonstatten. Um diesen Effekt zu verringern bzw. unter die Grenze der Wahrnehmbarkeit zu drücken, lässt sich der Backup Demon/2 entsprechend konfigurieren, lediglich um den Preis, dass eine zu sichernde Datei nicht sofort, sondern erst nach einiger Zeit (vielleicht erst nach einer halben Stunde) gesichert ist.

Versions-Verwaltung:

Oft kommt es in der täglichen Praxis am PC vor, dass Dateien bearbeitet werden, die sich ständig ändern. Programmierer, Künstler oder Schriftsteller erleben das häufig: Es wird viel Arbeit in eine Datei gesteckt, jeden Tag wieder, und man sichert diese Datei(en) auch verantwortungsbewusst. 'Hausgemachte' Sicherungsverfahren, die zumeist darin bestehen, mehr oder weniger regelmäßig diese Dateien, die sich öfters ändern, auf ein Sicherungsmedium zu schreiben, leiden allerdings unter einem entscheidenden Manko: Ein Zurückgehen (Fallback) auf einen Datei-Zustand der Vergangenheit ist nicht möglich. Man hat immer nur die Version, die zuletzt gesichert wurde.

Dagegen wendet der Backup Demon/2 folgendes Verfahren an:
Jede Datei, die es zu sichern gilt, wird unter Beibehaltung des Original-Pfades auf dem Ziel-System (Internet-Server od. lokales Laufwerk) abgespeichert. Mit einer Abweichung: Am Ende des Pfades wird ein künstliches Unterverzeichnis angelegt, das aus dem Zeitstempel der Original-Datei gebildet wird.
Beispiel:
Eine Datei namens 'Brief an Marion.sdw' wurde am 17. Oktober 2002 um 15 Uhr 12 und 30 Sek. geschrieben und soll gesichert werden:
Original-Datei: Gesicherte Datei:
c:\Dokumente\privat\Brief an Marion.sdw c:\Dokumente\privat\20021017-151230\Brief an Marion.sdw
Wird der Brief eine halbe Stunde später geändert,
ensteht eine neue Sicherungskopie:
  c:\Dokumente\privat\20021017-154230\Brief an Marion.sdw

Mapping der lokalen Laufwerksbuchstaben:

Wenn eine Datei, z.B. 'c:\MeineDaten\Briefe\Text1.doc' auf einem Internet-Server gesichert wird, muss beachtet werden, dass dort zumeist ein Unix-Betriebssystem arbeitet, und dort gibt es keine Laufwerksbuchstaben. Es muss also ein Laufwerks-Mapping vorgenommen werden. Dies geschieht durch die Übersetzung: x: --> _X_. Die o.g. Datei würde also auf dem Backup-Server so gespeichert werden:
'_C_/MeineDaten/Briefe/Text1.doc'.
Aus Gründen der Vereinheitlichung geschieht dies ebenfalls, wenn als Backup-Server ein lokales Laufwerk definiert wurde. Dieses Mapping ist aber vollkommen transparent für den Benutzer, d.h. bei der Anzeige der gesicherten Daten (s.
'Query') wird wieder die lokale Darstellungsweise angewandt.

Zur Übersicht


Installation; Voraussetzungen

Bevor Sie mit der Installation beginnen, ein paar Worte zu den Voraussetzungen:
Ausser einem OS/2-System ab ver. 4.0 brauchen Sie eigentlich keine weiteren Voraussetzungen zu erfüllen, um mit Backup Demon/2 zu arbeiten. Jedoch: Um die Vorteile des remoten Sicherns, also auf einem Internet-Server nutzen zu können, brauchen Sie natürlich eine Internet-Verbindung, und zwar sinnvollerweise eine schnelle. Sie sollte ausserdem ständig verfügbar sein, weil der Backup Demon/2 permanent während des Tages läuft und wann immer es etwas zu Sichern gibt, diese Daten unverzüglich über die Leitung geschaufelt werden.

Kurzum: Sie brauchen eine DSL-Verbindung. Wenn Sie diese nicht zur Verfügung haben, können Sie den Backup Demon/2 eigentlich nur im Modus 'lokaler Backup-Server' benutzen, d.h. die gesicherten Daten werden auf einem Verzeichnis auf einem lokalen Laufwerk gespeichert. Dort sind natürlich einige Megabytes freier Speicherplatz erforderlich ...

Nun zur Installation:

Folgende Schritte sind auszuführen:

  1. Besorgen Distributions-Datei 'BkpDemon.zip'
  2. Entpacken in ein Verzeichnis, z.B. c:\BkpDemon
  3. Ausführen des Installations-Programms 'install.cmd'
Das Installationsprogramm macht auf Ihrem Rechner folgendes:
  1. Anlegen zweier Unterverzeichnisse 'logs' und 'manual'
  2. Modifizieren Ihrer config.sys: ergänzen der PATH- und LIBPATH-Angaben
  3. Anlegen eines Programm-Ordners auf Ihrem Desktop

Zur Übersicht


Betrieb und Anwendung

Nach erfolgreicher Installation (s.o.) müssen Sie das Programm zuerst konfigurieren:

Konfiguration des Programms:

Starten Sie das Programm. Sie können in drei Bereichen konfigurieren:
  1. Menü-Funktion 'Settings': Dies sind globale Einstellungen, die im wesentlichen das Systemverhalten beeinflussen
  2. Button 'Define New Server': Hier definieren Sie den Backup-Server, auf dem Daten gespeichert werden sollen. Sie können beliebig viele Server definieren.
    Wenn Sie statt eines Web-Servers ein lokales Laufwerk als Speichermedium benutzen wollen, müssen Sie dies ebenfalls als 'Server' definieren, das anzugebende Root-Verzeichnis muss dann ledigich mit einem 'x:\' ((x=Laufwerksbuchstabe) beginnenund die Login-Daten bleiben natürlich leer.
  3. Button 'Profiles': Hier legen Sie Ihr ganz persönliches Datensicherungs-Profil an
Einzelheiten finden Sie im Handbuch, das nach der Installation im Unterverzeichnis 'manual' vorzufinden ist.

Benutzung:

Sie haben grundsätzlich die Wahl zwischen einem automatischen und einem manuellen Betrieb.

Automatischer Betrieb:
Nachdem Sie Ihr Profil erstellt und mindestens einen Backup-Server definiert haben, können Sie den Backup Demon/2 problemlos in den OS/2-Startup-Ordner einstellen, sodass das Programm bei jedem Systemstart automatisch ebenfalls gestartet wird. Für den automatischen Betrieb müssen bestimmte Parameter mitgegeben werden:
Schlüsselwort:Wert:Bedeutung:
STARTAUTOVeranlasst den automatischen Start
SERVERName des Backup-Servers
DELAYAnzahlAnzahl Minuten, die nach dem Start verstreichen, bevor die eigentliche Arbeit beginnt

Ein Programm-Object, das für den automatischen Betrieb vorbereitet ist, finden Sie nach der Installation in dem angelegten Programm-Ordner.

Manueller Betrieb:
Bevor Sie einen automatischen Betrieb einrichten, werden Sie mit dem Backup Demon/2 sicherlich einige Zeit manuell arbeiten, um sein Verhalten kennenzulernen. Übrigens: Auch beim automatischen Betrieb können Sie das Programm natürlich in den Vordergrund holen und damit arbeiten.

Zur Bedienung des Backup Demons/2 stehen folgende Hauptfunktionen zur Verfügung:
(Der GO-Button ist in dieser Darstellung rot und zeigt damit an, dass eine Connection zum Backup-Medium hergestellt und der Sicherungs-Vorgang erfolgreich gestartet wurde.)

Die Anordnung der Buttons von links nach rechts entspricht der logischen Reihenfolge ihrer Anwendung.
Button-Text:Funktion:
ProfilesDefinieren eines Backup-Profiles
GoStarten des Backup-Vorganges
Wenn die Option 'Preview' angeklickt ist, werden keine Daten gesichert, sondern es wird zunächst nur der Umfang der momentan zur Sicherung anstehenden Daten ermittelt und aufgelistet.
Show QueueAnzeige der aktuellen Liste von zur Sicherung anstehenden Dateien mit Status, ob bereits hochgeladen oder was sonst.
StopBeenden des Sicherungsvorganges (nicht Beendigung des Programmes)
QueryAbfrage / Anlistung von Daten auf dem Backup-Medium
ExitBeendigung des Programmes

Weitere Einzelheiten finden Sie im Handbuch, das nach der Installation im Unterverzeichnis 'manual' vorzufinden ist.

Zur Übersicht


Verwaltung der Sicherungs-Daten

Nachdem über einen gewissen Zeitraum die Daten auf dem Backup-Server gesichert worden sind, entsteht vielleicht das Bedürfnis, sich die Daten dort einmal anzuschauen. Oder es tritt der Recovery-Fall ein, also der Fall, dass man eine Datei vom Sicherungs-Medium wieder zurück haben möchte.

Hierzu steht die Funktion 'Query' zur Verfügung. Damit werden sämtliche oder nur ein Teil der gesicherten Daten samt Pfad aufgelistet.

In der Liste kann nun eine beliebige Anzahl von Dateien markiert werden und eine der folgenden Funktionen kann auf die markierten Dateien angewendet werden (s. Context-Menu):

Zur Übersicht


Protokollierung; Logfile-Management

Erklärte Absicht des Backup Demons/2 ist es, vollkommen unauffällig und unbemerkt seine Arbeit zu tun. Der Benutzer muss sich um nichts kümmern, und kann das beruhigende Gefühl der vollkommenen Sicherheit seiner Daten geniessen.

Im Falle aussergewöhnlicher Umstände jedoch kann es erforderlich sein, eine Analyse des abgelaufenen Datensicherungsgeschehens anzustellen. Hierfür stehen zwei Quellen zur Verfügung:

Die Queuefile kann ausgedruckt und als Tages-Protokoll der Sicherung verwendet werden.
Die Logfiles können zur Fehleranalyse herangezogen werden. Prinzipiell enthalten die Logfiles nur systeminterne Informationen, ihre Aussagekraft kann nur von Fall zu Fall beurteilt werden.

Für jeden der drei Prozesse gibt es ein Log, jeweils in drei Stufen: die X-, Y- und Z-Stufe.

Zur Übersicht